Zürich BUNT! 2018 Rückblick

Inhalt


Wer war alles dabei?

Am «Zürich BUNT!» 2018 haben Vertreter*innen von folgenden Organisationen teilgenommen:

Nahrungsmittel

Mode

Energie

Netzwerk

Neue Wirtschaft

Veranstalter

Wohnen

Sonstiges

 

Insgesamt waren 67 Personen aus 31 Projekten mit dabei, die sich mit ihren Wünschen und Bedürfnissen eingebracht haben, sich über ihre Erfolge und Schwierigkeiten ausgetauscht haben und sich mit der Frage beschäftigt haben, in welche Richtung Transition Zürich als Netzwerk in Zukunft laufen soll.


Was haben wir gemacht?

Der Tag hatte wie jedes Jahr drei Schwerpunkte:

  • Wo steht Transition Zürich?
  • Wo stehen die WandelPioniere*?
  • Wie geht es weiter?
Update Transition Zürich

Transition Zürich hat von dem berichtet, was seit dem letzten «Zürich BUNT!» passiert ist:

  • Die Wander-Stammtische wurden aufgegleist.
  • Artemi, Benjamin und Jasmin hatten am Filme für die Erde Festival einen Stand und habe eine erste Version von Quartierkarten erprobt. Dies war ein voller Erfolg.
  • Die Herbstfeier fand im Jenseits IM VIADUKT statt. Es haben insgesamt 45 Menschen daran teilgenommen.
  • Die damals im Auftrag des UGZ mit Typo3 entworfene Online-Plattform wurde weiterentwickelt. Mit Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz wollten wir während einem Jahr schrittweise zuerst das Verzeichnis der WandelPioniere* und danach den zentralen Kalender online schalten. Aufgrund strategischer Änderungen hat sich das Projekt verzögert, weswegen die Plattform voraussichtlich erst diesen Sommer gelauncht wird. Dies hat mit der nun breiteren Abstützung der Entwicklung zu tun: Wir arbeiten zusammen mit dem Stadtwandler (Transition Freiburg i.B.), entwickeln die Plattform gemeinsam mit dem internationalen Projekt Drutopia auf Drupal 8 und lagern den Datenaustausch zwischen den Plattformen und Kalendern in das Projekt Transition-Connect aus. Die nachfrage nach der Software und dem Datenaustausch-Service ist gross: Wir kennen mittlerweile etwa 50 ähnliche Kartierungsprojekte mit Vernetzungspotential und sind mit einem Dutzend Transition-Towns in Kontakt, die eine eigene Plattform am planen und auf Open-Source Software angewiesen sind.
  • Folgend der Bedürfnisabklärung vom Vorjahr hat sich Transition Zürich vorgenommen diesen Sommer eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln, die dem Fokus auf Öffentlichkeitsarbeit dienen soll und gleichzeitig für weitere Transition-Towns als Inspiration und Leitfaden dienen soll.
  • In den letzten Jahren haben wir festgestellt, dass Menschen ihr Verhalten oft nicht ändern, auch wenn sie wollen. Zu den zwei bekannten Komponenten der Verhaltensänderung – das Wissen, welches Verhalten nachhaltiger ist und das Wollen, das Verhalten zu ändern – kommt scheinbar eine dritte und nicht weniger wichtige Voraussetzung: Verständnis über wie Verhaltensänderung überhaupt funktioniert. Dieses Thema haben wir erforscht, Artemi hat dazu im November an der Langen Nacht der Philosophie einen interaktiven Vortrag gehalten und wird diesen noch verschriftlichen.
Aufstellungs-Workshop «Orte des Wandels»

Ein Teil des Vormittags war einem Workshop gewidmet, wobei die Teilnehmenden in kleineren Gruppen die Möglichkeit hatten, mehr Klarheit über ihre Positionierung im Transition Zürich Netzwerk für sich zu gewinnen und gleichzeitig . Im ersten Schritt konnte sich jede Organisation selbst aufstellen, um zu erkennen, wo im Bezug auf das Netzwerk Synergie-Potential vorhanden ist. Im zweiten Schritt stand die Frage «Wo will ich in fünf Jahren stehen?» im Zentrum, um daraus die Bedürfnisse und Wünsche der Organisationen ans Netzwerk formulieren zu können. Insbesondere ging es bei dieser Bedürfnisabklärung darum, der Frage nach (Wandel-)Orten in Zürich Raum zu geben.

Mitteilungen, Schenkkreis und Salad Bowl

Am Nachmittag konnten die Anwesenden dem Plenum mitteilen, was bei ihnen gerade aktuell ist und – ausgehend von den am Vormittag geklärten Wünschen – konrete Fragen und Anliegen an die ganze Runde stellen. So konnte die Gruppenintelligenz und die vorhandene Diversität genutzt werden, um die brennenden Fragen entweder direkt zu beantworten oder an kompetente Personen weiterzuleiten. Letztlich haben die Teilnehmenden im Salad Bowl (vegane Variante des Fish Bowl Formats) dem Kernteam von Transition Zürich annähern können und die Zukunft des Vereins diskutieren.


Was ist dabei rausgekommen?

Wir haben bei den Vormittagsworkshops und beim Fish Bowl am Nachmittag versucht herauszuspüren, was für Bedürfnisse, Wünsche und Ideen im Raum sind. So hält das Organisationteam für die zukünftige Arbeit folgende drei Schwerpunkte fest:

  • Offline-Präsenz und Begegnungmöglichkeiten
    Die Wertschätzung lebendiger Vernetzung und Face-to-face-Begegnungen scheint zuzunehmen. So sollen in Zukunft mehr «Transition-Orte» entstehen, an denen persönlicher Austausch stattfinden kann. Übrigens hat Transition Zürich (nach der letztjährigen Auflösung des Coworkings im Haus Wandellust) bereits wieder einen Büroplatz bezogen und ist an der Langstrasse 200 zweimal die Woche anzutreffen; der Wander-Stammtisch wird als Begegnungsmöglichkeit weitergeführt (solange sich WandelPioniere* als Hosts anbieten). Der Fokus auf Begegnung wird auch in die Kommunikationsstrategie einfliessen, wo Offline-Präsenz eine wichtige Rolle spielt.
  • Sichtbarkeit der Aktivitäten und Brücke zu der Aussenwelt
    Aktuelle Aktivitäten von Transition Zürich, sowie unsere Bedürfnisse und Schwierigkeiten waren für die Öffentlichkeit aufgrund des hohen Beschäftigungsgrades z.T. wenig nachvollziehbar, was den Zufluss von Unterstützung von Aussen etwas gehindert hat. So wird sich die Geschäftsstelle darum bemühen, mehr von sich zu zeigen mit konkreten Jobausschreibungen, weiterer Präsenz in den Medien und an Veranstaltungen, durch Social Media und weitere Kommunikationsmassnahmen.
  • Breitere Abstützung der Aktivitäten
    Das Bedürfnis, nicht nur Teil des Netzwerks zu sein, sondern dieses auch zu unterstützen, war für das Organisationsteam eine (schöne) Überraschung – und gleichzeitig eine logische Konsequenz des wachsenden Bekanntheitsgrades von Transition Zürich. Wir spüren, dass Transition Zürich nicht mehr in reiner Dienstleister-Rolle gegenüber der Wandel-Gemeinschaft gesehen wird und der Wunsch nach Augenhöhe immer grösser wird. Wir wollen diesen Trend achtsam folgen, indem wir kontinuierlich offene Arbeitspakete kommunizieren und weitere Möglichkeiten der Mitarbeit kreieren.
Support

Wir bedanken uns für die Unterstützung vom Kulturpark